Notarkosten & Grundbuch beim Hauskauf: berechnen & einplanen
Redaktion KreditImmo · 14.07.2026 · Stand: Juli 2026
Notar und Grundbuch sind beim Immobilienkauf gesetzlich vorgeschrieben — und kosten typischerweise 1,5 bis 2 Prozent des Kaufpreises. Wer nur Grunderwerbsteuer und Makler einplant, unterschätzt schnell 6.000 bis 8.000 Euro. Anders als Nebenkostenrechner: Kaufnebenkosten berechnen (Tool-Gesamt) oder Grunderwerbsteuer NRW (Steuer-Deep-Dive) ist dieser Ratgeber der Notar- und Grundbuch-Hub mit GNotKG-Logik und Rechenbeispiel.
Notar & Grundbuch im Nebenkostenrechner: 5 Schritte
Tool: Nebenkostenrechner für Gesamtpaket inkl. Steuer.
Einführung: Pflichtkosten beim Hauskauf
Ein Immobilienkauf in Deutschland ist ohne Notar nicht möglich (§ 311b BGB). Der Notar beurkundet den Kaufvertrag und beantragt Grundbucheintragungen — Auflassungsvormerkung, Eigentumswechsel, ggf. Grundschuld. Die Gebühren sind im Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) festgelegt.
Die Grafik zeigt: Notar und Grundbuch sind kleiner als Grunderwerbsteuer in NRW — aber Pflicht und vor dem Notartermin aus Eigenkapital zu zahlen. Ohne Reserve scheitert die Finanzierung trotz bankfähiger Rate.
Was Notar & Grundbuch leisten
Typische Posten in der Notarrechnung:
Kaufvertragsbeurkundung — größter Gebührenblock
Auflassungsvormerkung — Sicherung für Käufer vor Eigentumswechsel
Eigentumsumschreibung im Grundbuch
Grundschuldbestellung — bei Finanzierung zusätzlich
Löschung alter Grundschulden — falls beim Verkäufer noch eingetragen
Der Notar ist neutral — er vertritt nicht Käufer oder Verkäufer allein. Orientierung zu Leistungen und Richtwerten: Finanztip — Notarkosten Hauskauf.
Notar- und Grundbuchgebühren sind bundeslandübergreifend gleich — die Grunderwerbsteuer unterscheidet sich stark. Deshalb lohnt der Blick auf den Bundesländer-Vergleich Kaufnebenkosten.
GNotKG: Wie Notarkosten berechnet werden
Gebühren richten sich nach dem Geschäftswert — in der Regel der Kaufpreis. Anlage 1 und 2 zum GNotKG definieren Gebührensätze und Staffeln. Je höher der Kaufpreis, desto höher die Gebühr in Euro — prozentual leicht degressiv.
Als Planungsgröße gelten laut Finanztip etwa 1,5 bis 2 Prozent des Kaufpreises für Notar und Grundbuch zusammen. Mit Grundschuldbestellung eher am oberen Ende. Rechtsgrundlage: GNotKG.
Beispielrechnung: 400.000 € in NRW (mit Grundschuld)
Kaufpreis 400.000 Euro, Nordrhein-Westfalen, Finanzierung mit neuer Grundschuld — ohne Makler:
Posten
Satz / Basis
Betrag
Grunderwerbsteuer
6,5 % (NRW)
26.000 €
Notar + Grundbuch
~2,0 % (mit Grundschuld)
~8.000 €
Summe ohne Makler
~8,5 %
~34.000 €
Prüfen Sie die Grunderwerbsteuer separat im Grunderwerbsteuer NRW Rechner — und alle Posten gesamt im Nebenkostenrechner.
Die Grafik dient als Ablauf-Check — im Nebenkostenrechner erscheinen Notar und Grundbuch als eigener Block neben Grunderwerbsteuer und optional Makler.
Ihre Nebenkosten bei 400.000 € in NRW: ca. 34.000 € (ohne Makler)
Notar, Grundbuch und Steuer im Nebenkostenrechner prüfen — dann Gesamtfinanzierung planen.
Die Beurkundung des Kaufvertrags und die Grundschuldbestellung für die Bank sind getrennte Vorgänge mit eigenen Gebührenfaktoren. Eine bestehende Grundschuld des Verkäufers muss gelöscht werden — das erhöht den Notaraufwand leicht.
Maklercourtage ist unabhängig vom Notar und je nach Bundesland 3,57 bis 7,14 Prozent — im Nebenkostenrechner optional zuschaltbar. Vertiefung: Nebenkostenrechner-Guide.
Das Video erklärt Kaufnebenkosten im Gesamtzusammenhang — ergänzend zum Notar-Deep-Dive, der Notar und Grundbuch als eigene Planungsgröße isoliert.
Notar- und Grundbuchkosten liegen typischerweise bei etwa 1,5 bis 2 Prozent des Kaufpreises — abhängig vom Kaufpreis und ob eine Grundschuld beurkundet wird. Die Gebühren sind im GNotKG festgelegt und bundesweit einheitlich. Makler und Grunderwerbsteuer kommen zusätzlich.
Was ist der Unterschied zwischen Notar- und Grundbuchkosten?
Der Notar beurkundet den Kaufvertrag und koordiniert den Ablauf. Das Grundbuchamt führt Eintragungen durch — Auflassungsvormerkung, Eigentumswechsel, Grundschuld. In der Praxis erscheinen beide Posten meist in einer Notarrechnung, weil der Notar die Anträge stellt.
Wer zahlt den Notar beim Hauskauf?
In der Regel der Käufer — auch wenn der Notar neutral arbeitet und beide Seiten betreut. Die Kosten sind Teil der Kaufnebenkosten und müssen aus Eigenkapital flüssig sein, bevor die Bank den Kaufpreis auszahlt.
Sind Notarkosten im Nebenkostenrechner enthalten?
Ja — der Nebenkostenrechner auf KreditImmo rechnet Notar und Grundbuch zusammen mit Grunderwerbsteuer und optional Makler. Für die Grunderwerbsteuer je Bundesland gibt es zusätzlich den Grunderwerbsteuer-Rechner.
Unterscheiden sich Notarkosten zwischen Bundesländern?
Notar- und Grundbuchgebühren nach GNotKG sind bundesweit gleich — der Kaufpreis und Umfang der Beurkundung (z. B. Grundschuld) bestimmen die Höhe. Unterschiedlich ist vor allem die Grunderwerbsteuer je Bundesland — von 3,5 Prozent in Bayern bis 6,5 Prozent in NRW.
Fazit
Planen Sie Notar und Grundbuch mit 1,5 bis 2 Prozent ein — zusammen mit Grunderwerbsteuer früh im Nebenkostenrechner prüfen, bevor Sie Eigenkapital binden.
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